Arnold Duker war ein Preuße, dem der Diebstahl von Geiseln und der Totschlag eines Knechtes vorgeworfen wurde [1].
Leben
Namenvarianten: Arnold, Arnd, Arnolt , Arnt, Arnaldus; Duker, Dukere, Duke
Lebensdaten: Er ist das erste mal 1378 in den Quellen belegt. Das letzte mal wird 1404 erwähnt, in der Quelle geht es allerdings um sein 1393 schiffbrüchig gewordenes Schiff, es kann also sein, dass er zwischenzeitlich verstarb [2]
Herkunft: Duker war Elbinger Bürger.
Tätigkeitsgebiet: Von Duker ist belegt, dass er im Zwin gefahren ist und das er bei Bornholm Schiffbruch erlitt [3]
Verwandtschaft: Unbekannt
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer: In einer aus dem Jahr 1378 stammenden Quelle wird Duker von Olaf Björnsson vorgeworfen, als Teil einer 13-köpfigen Gruppe von Preussen englische Geiseln entwendet zu haben, deren Wert Björnsson auf 410 Nobeln taxiert. Dabei hätten die Preussen einen Knecht Björnssons erschlagen, zwei seiner Hengste erschlagen, sowie sechs weitere Knechte verwundet [4]. Auf diese Klage reagierte die Stadt Elbing mit einem Brief, indem sie schrieb, dass die von Björnsson Benannten zurzeit außer Lande seien, man sie aber gerne bei ihrer Heimkunft mit den Vorwürfen konfrontiere [5]. Über den weiteren Verlauf dieser Angelegenheit ließen sich keine Quellen finden.
Es lässt sich lediglich vermuten, dass sich dieser Zwischenfall auf Olav Björnssons Ländereien ereignete, da Knechte und Pferde zu schaden kamen und Geiseln entwendet wurden. Diese Ländereien lagen möglicherweise bei Gurre auf Sjaelland, in der Nähe von Kopenhagen.
Status: Unbekannt
Fahrgemeinschaften: Johan Grote, Bertolt van Grimme, Kerstian Knut, Clawes Gussøre, Everd van Telgite, Herman Stoting, Heino Keweyde, Egbert Heket, Peter Wylhelmesson, Johan Bodeker, Tideric Vischer, Johan Rede, Hinrik Kusel, Mertin Steendal, Hinrik Servas, Hermen Grubbe, Everd Storm
Auftraggeber: Unbekannt
Angaben zu Schiff und Besatzung: Auf der Kogge, die im Zwin von Engländern ausgeraubt wurde, sind als Schiffsmannschaft belegt: Nycolaus Kyl, Claus Heldorp, Herman Bodeker, Ertmer Stichling, Herman van Case, Godeke Poterow, Johan Ryke, Claus Fußmann, Claus Ertmer, Arnt Zuvertroch,Johan Banneman, Peter Hermanson
Sonstige Tätigkeiten: Als Schiffer wurde Duker 1382 gemeinsam mit Hinrik Kusel, Mertin Steendal, Hinrik Servas, Hermen Grubbe und Everd Storm bei Sluis gefangen genommen und musste sich freikaufen. Das Ereignis taucht 1387 in den Aufzeichnungen von Verhandlungen in Dordrecht und Antwerpen unter den Klageartikeln der hansischen Ratssendboten[6] und 1389 in den Aufzeichnungen einer Versammlung in Lübeck auf.[7] 1387 wird festgehalten, dass zur Auslösung insgesamt 67 Pfund Grote gezahlt werden mussten, von denen Duker 15 Pfund Grote bezahlte, während 1389 nur von insgesamt 64 Pfund Grote die Rede ist.
1385 wurde seine Kogge im Zwin von Engländern überfallen, Duker entstand ein Schaden von 700 Mark, anderen Kaufleuten, welche Waren bei ihm an Bord hatten entstand ein Schaden von 800 Mark [8]. Schaden nahmen Pilgerim von Telgite, Everd Dotbrugh, Herman Brandt, Herman Brutzkow, Tydeman Huving [9]. 1393 wurde Duker, sowie Jacob Witten und Alf van Herrn ein Buße auferlegt, näheres lässt sich in den Quellen nicht finden [10].
Außerdem erlitt Duker 1393 bei Bornholm Schiffbruch, die Ladung wurde daraufhin vom Vogt des Erzbischofs von Lund geborgen [11]. Trotz ihrer Privilegien erhielten die Städte ihr Gut zuerst nicht zurück, so dass sie mehrfach Beschwerde beim Erzbischof einlegten, der sich daraufhin offiziell entschuldigte [12]. Der zurückzuzahlende Schaden wurde auf 8400 Nobeln minus 3 1/2 Nobeln festgelegt [13]. Im Jahre 1403 erhielten sie einen Teilbetrag, nämlich einmal 5615 Mark und 520 Mark und 18 Scot ausgezahlt [14]. Aber im Jahre 1404 standen noch 5000 Nobeln zur Zahlung aus [15].
Sonstiges
Quellen
HR. I, II, 175-176, 343 § 11.
HR. I, III, 200 § 1, 3, 4, 21-25, 203 §1,2, 448 §3.
HR. I, IV, 172 §15, 175, 185.10, 187 §1, 204 §6, 206, 236 III §4, IV §15, 290 §7, 477 §6, 483 §1. 566 §12, 616 §5
HR. I, V, 7 §8, 133, 171, 172.
HUB 5, 138, 159, 187, 602.
In folgenden Quelleneditionen wurde gesucht, aber nichts gefunden:
HR. I, I sowie V-VIII.
HUB 3-4.
MUB XIII-XXII.
Preußisches Urkundenbuch 5.
Literatur
Einzelnachweise
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HR I, II, 175.
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HR I, II, 175.
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HR. I, II, 343 §11; HUB 5, 138.
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HR I, II, 175.
↑
HR I, II, 176.
↑
HR I,2, 343 §11.
↑
HR I,3, 448 §3.
↑
HR. I, III, 200 §§1, 3-4, 21-25, 203 §§1-2.
↑
HR. I, III, 200.
↑
HR. I, IV, 172.
↑
HUB 5, 138.
↑
HUB 5, 159, 187; HR. I, V, 7 §8, 171, 172
↑
HR. I, IV, 290 §7, 477 §6, 483 §1.
↑
HR. I, V, 133.
↑
HUB 5, 602.
